Gleich dreimal durfte der nach sechzehn Jahren scheidende Sportwart Hannes Krause bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Kanu-Club Bietigheim die Bühne auf dem idyllischen Außengelände an der Enz betreten. Das erste Mal, um sein Amt an seine Nachfolgerin Karin Lohas-Roth zu übergeben, die, genau wie er, über einen Slalomboot fahrenden Sohn zum Verein gekommen war. Und die, ebenfalls wie er, eine „Blitzkarriere“ hingelegt hatte und schon nach wenigen Jahren als Mitglied im Amt des Sportwarts gelandet war. Das zweite Mal durfte Krause vor das gut sechzigköpfige Publikum treten, um von Erstem Vorsitzenden Jürgen Klein für seine Mitarbeit als Fachwart geehrt zu werden. Sichtlich bewegt ließ er die vergangenen Jahre Revue passieren, berichtete von seiner Beteiligung am Aufbau der überaus erfolgreichen Slalomjugend und dankte dabei seinem Trainerteam und den engagierten Eltern. Noch ein drittes Mal wurde Krause zu seiner eigenen Überraschung nach vorne gerufen. Diesmal, um den vereinseigenen Noz-Preis für besondere Verdienste für den Verein entgegenzunehmen. Dieser Wanderpokal wird alle zwei Jahre einem verdienten Club-Mitglied überreicht und der aufbrandende Applaus sprach für die Richtigkeit der Wahl.
Jürgen Klein und Zweiter Vorsitzender Patrick Schnell berichteten über aktuelle Entwicklungen des Vereins. Neuigkeiten unter anderem zum Brandschutz, zur Mitgliederentwicklung und Mitgliedschaft, zur Förderung des Kanusports und Berichte aus den Sparten Senioren, Jugend, Wander- und Wildwasserpaddeln für Erwachsene, Kanu-Slalom, Kanu-Polo und Drachenboot standen auf der Tagesordnung.
Besonders herausgehoben wurde die Bedeutung der Jugendförderung und deren Priorisierung. Ein deutlicher Zuwachs an Nachwuchspaddlern sowohl im Freizeitbereich als auch im Leistungssport (hier wurden im vergangenen Jahr etliche Titel auf nationalen und internationalen Meisterschaften erlangt) sprach für den Erfolg der Maßnahme.
Es folgten der Kassenbericht, die Berichte der Kassenprüfer, die Feststellung der Stimmberechtigten und die einstimmige Entlastung durch die Mitglieder. Bei den sich anschließenden Wahlen gab es, außer dem Wechsel des Sportwarts, keine Neuerungen: Erster Vorsitzender Jürgen Klein, Naturschutzbeauftragte Ronja Mozer, Schriftführerin Sonja Fees, Pressewart Laila Klein, Drachenbootwart Peter Dominge, Wirtschaftswart Achim Zweygarth und die Kassenprüfer Hilde Setili und Uwe Matthes stellten sich der Wiederwahl und wurden bestätigt.
Wie schon seit einigen Jahren etabliert wurden die Vereinsmitglieder in der Pause von der Kanu-Club-Jugend bestens mit Grillwürsten, Brezeln und Hefezopf versorgt. Der Fleiß wurde auch dieses Jahr belohnt: der komplette Erlös floss in die Jugendkasse.
Gestärkt konnten nun folgende Mitglieder eine persönliche Ehrung entgegennehmen: über 40 Jahre Mitgliedschaft freute sich Michael Fees, auf 20 Jahre blickten Jan Damaske und Silke Kemmerer zurück und für seine Mitarbeit als Fachwart wurde neben Hannes Krause auch Seniorenvertreter Klaus Höhnke geehrt.
Beim anschließenden Spaß-Preis „Bademeister des Jahres“ wurden die häufigsten „Schwimmer“ belohnt. Gemeint ist hierbei das Aussteigen aus dem Kajak nach einer Kenterung. Wohl gemerkt handelt es sich auch hierbei um eine Anerkennung für tapferes Üben und Immer-wieder-zurücksteigen-ins Boot. Der sichtlich stolze achtjährige Maximilian Baier, seines Zeichens jüngster Bademeister, erhielt von Wanderwart Jürgen Öxle ein KCB-Badetuch, ebenso der älteste Schwimmer, der 73jährige Helmut Angerer und die Bademeisterin mit den meisten Schwimmern Svenja Häring.
Zum ehrenden Gedenken für die im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinskameraden Peter Fritsch, Josef Prokosch und Reinhard Wiorkowski wurde eine Schweigeminute abgehalten.
































